
Die CD
hat wie fast alle neueren Technologien ihren Ursprung in der elektronischen Datenverarbeitung. Schon Ende der 60er Jahre entwickelte Philips Basis-Technologien, um mit Hilfe eines eng gebündelten Laserstrahls digital abgespeicherte Daten auszulesen.
Die Idee für die eigentliche CD-Technologie, wie wir sie heute kennen, entstand im November 1974 im Forschungslabor des niederländischen Elektronikkonzerns Philips. Ziel war es, Audio-Signale nicht mehr abzutasten, sondern digital und optisch lesbar auf einem neuen Medium zu speichern, um somit dauerhaft eine verlustfreie Wiedergabe zu gewähren.
Um sich gegenüber konkurrierenden Konzepten aus den USA und Japan behaupten zu können, hielt Philips Ausschau nach einem internationalen Partner. Mit Sony fand sich ein Unternehmen, das u.a. mit der "sogenannten 16-Bit-Technologie" (Originalton: Philips-Pressetext) eine wertvolle Mitgift in das Compact Disc-Projekt einbrachte. 1979 vereinbarte Philips mit seinem japanischen Konkurrenten Sony, das Projekt gemeinsam umzusetzen und einen einheitlichen Weltstandard für die CD zu schaffen. Zur Jahreswende 1982/83 brachten beide Konzerne schließlich zeitgleich die ersten CD-Player in die Verkaufsregale.
Die zunächst von Philips angestrebte Spieldauer von 60 Minuten wurde auf Bitten von Norio Ohga, Vizepräsident von Sony und Liebhaber und Kenner klassischer Musik, auf 74 Minuten verlängert und der Durchmesser dementsprechend auf 12 Zentimeter vergrößert. Sein Wunsch, die neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven in voller Länge auf nur einen Tonträger zu pressen, konnte damit erfüllt werden. (Die erste industriell gefertigte CD war aber eine Aufnahme des international bekannten Pianisten Claudio Arrau.)
Philips und Sony fanden rasch prominente Fürsprecher für das neue System. Herbert von Karajan war derart begeistert von dem Qualitätssprung der CD gegenüber anderen Tonträgern, dass er sich entschloss, sich anlässlich der Salzburger Festspiele für das CD-System auszusprechen. Am 15.04.1981 demonstrierte von Karajan der internationalen Presse das CD-System.
Aufbau einer CD
Die CD besteht zum größten Teil aus einem durchsichtigen Trägermaterial (Polycarbonat), das mittels Spritzprägen geformt wird. Die Oberseite dieses Trägers enthält die digitalen Informationen in Form von mikroskopisch kleinen Vertiefungen („Pits“) und Zwischenräumen („Lands“), die zu einer einzigen langen, spiralförmigen Spur angeordnet sind (insgesamt etwa 5 km). Diese „informationshaltige“ Oberfläche wird mit einem dünnen Aluminiumfilm bedampft und schließlich mit einem Lacküberzug geschützt und eventuell mit einem Etikett versehen oder bedruckt. Diese Informationen werden im Abspielgerät von einem Laser durch die Trägerschicht abgetastet. Daraus folgt auch, dass der Laser die Pits nicht als Vertiefungen, sondern durch das Polycarbonat als Hügel sieht.
Die Pits auf der CD stellen jedoch nicht direkt die Datenbits dar, sondern sind mittels 8-14-Kodierung (engl. Eight-to-Fourteen-Modulation EFM) kodiert. Hierbei ist ein Wechsel (Land/Pit oder Pit/Land) eine logische 1, kein Wechsel eine logische 0. Aus 14 kodierten Bits wird mittels einer Übersetzungstabelle der eindeutige 8-Bit Wert ermittelt. Die kodierten Bits sind jeweils noch durch 3 Füllbits voneinander getrennt. Dies ist nötig, damit auf der CD ein Pit beziehungsweise Land niemals kürzer als 3 Bit und länger als 11 Bit ist, damit beim Abtastvorgang eine sichere Synchronisation gewährleistet ist.
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Die DVD
ist die neue Generation in der optischen Speicherplattentechnologie. Die DVD ist im Grunde eine größere, schnellere Compact Disc (CD), die kinoähnliches Video, besseren Ton als von CD, Standbilder und Computerdaten enthalten kann. Die DVD soll Heimunterhaltung, Computer und Geschäftsinformationen mit einem einzigen digitalen Format zu umfassen. Sie hat die Laserdisc ersetzt, sie ist auf dem Weg, die Videokassetten und Videospielcartridges zu ersetzen und kann eventuell die Audio-CD und CD-ROM ersetzen. Die DVD findet weite Unterstützung von allen großen Elektronikfirmen, allen großen Computerhardwarefirmen und allen großen Filmgesellschaften und Musikstudios. Mit der beispiellosen Unterstützung wurde die DVD innerhalb eines Zeitraumes von weniger als drei Jahren nach der Einführung das erfolgreichste Unterhaltungselektronikprodukt aller Zeiten. 2003, sechs Jahre nach der Einführung, gab es über 250 Millionen DVD-Abspielgeräte weltweit - darunter zählen DVD-Player, DVD-PCs und DVD-Spielekonsolen. Dies war mehr als die Hälfte aller Videorekorder, somit wurde die DVD der neue Standard für Videoveröffentlichungen.
Es ist wichtig, daß man den Unterschied zwischen den physischen Formaten (wie DVD-ROM und DVD-R) und den Anwendungsformaten (wie DVD-Video und DVD-Audio) versteht. DVD-ROM ist das Basisformat, das Daten enthält. DVD-Video (oft einfach nur "DVD" genannt) definiert, wie Videoprogramme wie Filme auf der Disc gespeichert werden und in einem DVD-Video-Player oder einem DVD-Computer abgespielt werden. Der Unterschied ist ähnlich dem zwischen CD-ROM und Audio-CD. DVD-ROM umfaßt beschreibbare Variationen: DVD-R/RW, DVD-RAM und DVD+R/RW. Die Anwendungsformate umfassen DVD-Video, DVD-Video Recording (DVD-VR), DVD+RW Video Recording (DVD+VR), DVD-Audio Recording (DVD-AR), DVD Stream Recording (DVD-SR), DVD-Audio (DVD-A) und Super Audio CD (SACD).